Viktor Kaplan in Unterach
Viktor Kaplan erwarb seinen Unteracher Wohnsitz "Gut Rochuspoint am 23. Oktober 1920. 1922 kaufte er die sogenannte "Rosenvilla".
In diesen beiden Liegenschaften empfingen Kaplan und seine Frau zahlreiche Freunde, Geschäftspartner und Familienmitglieder.
Margarete Kaplan wurde auf Rochuspoint ob ihrer mütterlichen Fürsorge alsbald als "Landesmutter" tituliert. Einige der Gäste bedankten sich für die Gastfreundschaft mit Gedichten, Zeichnungen und Karikaturen. In zahlreichen überlieferten Geschichten kommt Kaplans ausgeprägter Sinn für Humor zum Ausdruck.
Gut Rochuspoint wurde im Laufe der Jahre zu einem autarken, kleinen, eigenen "Land". Kaplan betrieb Viehwirtschaft, errichtete ein Bienenhaus und baute Obst und Gemüse selber an.
Er ließ eine Tischlerei und eine Schlosserei bauen und betrieb auch eigene Schmelzöfen. Die hauseigene Stromversorgung wurde durch eine Wasserkraftanlage, betrieben mit einer Pelton-Turbine, sichergestellt.
Kaplan verwendete das durch seine Erfindung erworbene Vermögen nicht für seine eigenen Zwecke, sondern zeigte sich auch großzügig gegenüber Verwandten und Freunden. Er half durch Darlehen oder Spenden, spendierte die Reisekosten, damit Freunde sie auf Rochuspoint besuchen konnten und gewährte wochenlange Gastfreundschaft. Er widmete zu besonderen Anlässen größere Beträge für die "Gemeindearmen", spentete an Ortsvereine und gewährte auch der Gemeinde Unterach einen Kredit von 50.000,- Schilling (heute ca. 135.000,- Euro).
Viktor Kaplan liegt in einer eigens errichteten Grabstätte auf seinem geliebten Landsitz Rochuspoint in Unterach begraben

Auf dem Bild ganz oben Viktor Kaplan mit seinen beiden Töchtern. Links Viktor Kaplan mit Familie und Freunden beim "Lindenplatzerl" auf Rochuspoint. Im Bild rechts das Arbeitszimmer Kaplans.

Links Kaplan beim Schachspiel mit Freunden in Burgau und rechts das Wohnhaus der Familie Kaplan in Unterach.

