Turbine

 

 

 

Historie

Die einfachste, älteste Form der Wasserkraftwerke ist das Wasserrad. Die Spuren reichen auf mehrere tausend Jahre zurück. Einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Wasserkraftmaschinen bedeutet dann die Erfindung der Turbine. Einen bedeutungsvollen Fortschritt in der Entwicklung brachte eine von Fourneyron 1827 gebaute Maschine.
Henschel und Jonval entdeckten später die Wirkung des Saugrohres und konstruierten eine über das Unterwasser gehobene, axial durchströmte Turbine. Dies sind die Urformen der Überdruck- oder Reaktionsturbinen.

Auf dem Weg der Weiterentwicklung der Turbinen beginnt nun die Erfindungs- und Entwicklungszeit jener Haupttypen von Turbinen, die bis zum heutigen Tag und voraussichtlich auch in Zukunft den großen Bereich der Wasserkraftnutzung in wirtschaftlicher Weise ermöglichen und abdecken werden.
Die stürmische Entwicklung der Überdruckturbinen beginnt mit der Entdeckung von James B. Francis 1849 - einer Turbine, die in eine Baumwollspinnerei eingebaut wurde.
Bereits 1878 erwähnte Prof. Carl Fink, dass drehbare Laufradschaufeln zur Erreichung eines günstigeren Wirkungsgrades beitragen würden. Damals bestand jedoch noch kein Bedarf an derart komplizierten Konstruktionen. Erst Viktor Kaplan konnte in seiner Erfindung diese Idee umsetzen.
Lester Allen Pelton erfand die Freistrahlturbine - nach ihm Pelton-Turbine benannt, die bis heute ihre große Bedeutung nicht verloren hat.
Damit waren die ersten Typen der heute in Gebrauch stehenden, neuzeitlichen Turbinen für große und mittlere Fallhöhen gegeben.

1912 lässt Viktor Kaplan seine Propellerturbine patentieren und bald darauf veröffentlicht er auch seine Propellerturbine mit verdrehbaren Laufradschaufeln, die in der Folge die führende Rolle in der Nutzung der Wasserkraft bis heute übernimmt.